| Der Hl. Synod der serbischen Kirche appellierte anlässlich der angespannten Situation im Norden von Kosovo und Metochien an alle Beteiligten |
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| Samstag, den 03. Dezember 2011 um 00:00 Uhr | |||
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Der Hl. Synod der serbischen Kirche appellierte anlässlich der angespannten Situation im Norden von Kosovo und Metochien an alle Beteiligten. Wir bringen Auszüge aus der Mitteilung vom 02.12.2011. Der vollständige Text ist unter www. spc.rs zu finden. (Übersetzung: Serben Vereinigung Nemanja e.V.)
Wir betonen, dass der Begriff internationale Gemeinschaft kein Synonym oder Euphemismus für die USA oder den Westen im allgemeinen ist, er umfasst vielmehr auch Russland, China und alle anderen Staaten, die die Unabhängigkeit des selbsternannten „Staates Kosovo“ trotz ausgeübten Drucks nicht anerkannt haben und zu ihnen zählen nicht zufällig auch große und einflussreiche Staaten der islamischen Welt. Wir appellieren gleichzeitig, dass KFOR-Gruppen die in der Nähe der administrativen Übergänge aufgestellten Barrikaden nicht gewaltsam entfernen und vor allem keine Gewalt gegenüber den serbischen Zivilisten anwenden… Seit dem 26. Juli bis heute wurden leider 658 serbische Zivilisten verwundet oder verletzt... Von dem serbischen Präsidenten und der serbischen Regierung erwartet die Kirche und fordert, dass sie dem serbischen Volk im Alten Serbien (Stara Srbija, wie die Bezeichnung von Kosovo und Metochien überall in Europa bis zu der Zeit von Josip Broz Tito war) nicht für die Chimäre mit dem Namen Kandidatenstatus für die EU-Mitgliedschaft entsagen. Für eine verantwortungsvoll handelnde Regierung und für die politische Elite Serbiens haben Serbien und das serbische Volk als Einheit keine Alternative. Alles, auch die zum Ideal und Mythos erhobene EU, hat eine Alternative. Die EU-Mitgliedschaft ist ein guter Wunsch und Gedanke, der geopolitisch, wirtschaftlich und zivilisatorisch begründet ist. Wenn jedoch ein Verzicht auf Kosovo und Metochien – möge er unmittelbar oder „schleichend“ erfolgen - Preis für die Mitgliedschaft in der EU sein soll, die bereits von tiefer Krise erschüttert und von Zerfall bedroht ist, dann sollte offen und ehrlich auf die Kandidatur verzichtet und nach anderen Modellen für eine Zukunft in der heute schon realen multipolaren Welt gesucht werden. Es ist absolut unwichtig und gegenstandslos, ob eine solche Perspektive der herrschenden Koalition oder der Opposition bei den bevorstehenden Wahlen weniger oder mehr schaden würde, denn es müssen die Selbsterkenntnis und die Würde unseres gesamten Volkes und die Unversehrtheit Serbiens, wenigstens in den durch unrechtmäßige und revolutionäre Lösungen aus der Zeit der kommunistischen Diktatur entstandenen Grenzen, die durch tragische Ereignisse der letzten Jahre verfestigt wurden, nicht aus den Augen verloren gehen und – nicht zuletzt – das Bewahren des serbischen orthodoxen, christlichen und kulturellen Erbes in Kosovo und Metochien und das Überleben des serbischen Volkes, welches dort seit mindestens fünfzehnhundert Jahren lebt, ohne den Albanern und den anderen ethnischen Gemeinschaften das Recht abzustreiten, mit ihm gleichberechtigt und in voller Freiheit zu leben. ... Wir sind der Meinung, dass die serbische Regierung und ihr Verhandlungsteam das Vertrauen der Serben in Kosovo und Metochien nicht weiter auf die Probe stellen dürfen, denn die Tatsache, dass zehntausende Serben Schutz und sogar die Staatsbürgerschaft von Russland gesucht haben, zeugt von einem fehlenden Vertrauen. ... Wir fordern unsere Gläubigen im Norden Kosovos auf, ausdauernd wie bisher zu sein…, aber auch weise zu handeln und sich von christlichen Grundsätzen und der Hinterlassenschaft ihrer ehrbaren Vorfahren leiten zu lassen. .. Die Proteste dürfen nicht dazu führen, dass Verhandlungen, Dialoge und Bemühungen um eine friedliche Wiederherstellung der früheren Lage … verworfen werden... Sie sollen dabei nicht nur an sich, sondern auch an ihre Brüder und Schwestern denken, die unter noch schwierigeren Bedingungen in den südlichen Enklaven leben und auch an die zahlreichen vertriebenen Landsleute. Von diesen und von ihren „Menschenrechten, besonders von ihrem Recht auf die Rückkehr und auf ein sicheres Leben in ihrer Heimat, spricht heute niemand mehr… http://www.spc.rs/sr/saopshtenje_za_javnost_0
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